Die Ferien nutzen, um das eigene Verlangen wiederzufinden

Die Ferien nutzen, um wieder mit dem eigenen Verlangen in Kontakt zu kommen. „Es fällt mir schwer, meine Freizeit zu genießen. Ich habe das Gefühl, dass ich mich im Urlaub nicht entspanne oder nicht weiß, was ich mit dieser Zeit anfangen soll.“
Die Ferien zu nutzen, um wieder mit dem eigenen Verlangen in Kontakt zu kommen, bedeutet, aus dem Autopilot-Modus auszusteigen und sich wieder zu fragen:
- Was gefällt mir wirklich?
- Was begeistert oder inspiriert mich?
- Was brauche ich jenseits des Dringenden?
Um wieder zu dir selbst und deinen Wünschen zu finden:
Das Tempo drosseln
Vom Alltag oder der Arbeit abzuschalten ist kein Luxus, sondern eine notwendige Bedingung, um die eigenen wahren Wünsche zu hören. Verlangen schreit nicht, es flüstert. Man muss still werden, um es zu hören.
Höre, was dich bewegt
Erstelle eine freie Liste:
- Dinge, die dich lebendig fühlen lassen.
- Orte, die dich ansprechen.
- Aktivitäten, die du immer aufschiebst.
Denke nicht an „Nützlichkeit“. Denke an Freude, Neugierde und Authentizität.
Raum für Kreatives oder Spielerisches schaffen
Verlangen zeigt sich oft im Spiel, in der Schöpfung, in der Erkundung. Es kann Schreiben, Zeichnen, Tanzen, zielloses Spazierengehen oder etwas mit den Händen gestalten sein… alles, was etwas in dir weckt.
Beobachten ohne Urteil
Vielleicht entdeckst du, dass du nicht mehr dasselbe willst wie früher. Das ist okay. Veränderung ist auch eine Form, sich selbst treu zu bleiben.
Frage dich: „Was will ich für mich?“
Nicht für andere. Nicht das, was andere von dir erwarten. Was wünsche ich mir, das mich einschließt, respektiert und begeistert?
Zwischendurch: Schreiben
Schreiben kann helfen, deine Gefühle zu ordnen. Es muss nicht „perfekt“ sein. Lass einfach alles raus, was kommt. Du kannst anfangen mit:
- „Ich fühle mich…“
- „Es fällt mir schwer…“
- „Ich brauche…“
Wäre es sinnvoll, eine Therapie zu machen, um zu lernen, die Ferien zu genießen?
Ja, absolut. Eine Therapie kann sehr hilfreich sein, wenn du das Gefühl hast, deine Ferien nicht genießen zu können oder lernen möchtest, sie bewusster zu erleben. Man muss nicht „am Tiefpunkt“ sein, um Therapie zu machen; sie dient auch dazu, besser und verbundener mit sich selbst zu leben.
Warum könnte Therapie hier helfen?
- Erkunden, warum es schwerfällt, zu genießen.
Manchmal tragen wir Schuldgefühle, Erwartungen oder Automatismen mit uns, die uns vom Genuss und der Erholung abkoppeln. Therapie kann helfen, diese inneren Stimmen zu erkennen, die sabotieren. - Wiederverbindung mit Verlangen und Freude.
Wie gesagt: sich wieder mit dem Verlangen verbinden. Ein therapeutischer Raum kann helfen herauszufinden, was dir gefällt, gut tut und dich begeistert – und wie du dir erlaubst, es zu leben. - Lernen, Kontrolle loszulassen.
Viele Menschen können nicht richtig entspannen, weil sie denken, immer „produktiv“ sein oder „die Zeit nutzen“ zu müssen. Therapie bietet die Möglichkeit, daran zu arbeiten. - Platz für dich schaffen.
Oft fällt es schwer, zu genießen, weil man nie gelernt hat, sich selbst ohne Schuldgefühle zu priorisieren. Therapie bedeutet auch, das zu üben: dich selbst ins Zentrum deines Lebens zu stellen, wenn auch nur eine kurze Zeit pro Woche.
Frohe Ferien!!